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100 Gbit/s auf einem Kanal kommerziell genutzt
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Mittwoch, 13. Januar 2010
(ws) Verizon hat als erster Telekommunikationsanbieter das branchenweit erste optische ULH-System (Ultra Long Haul) mit einer Leistung von 100 Gbit/s erfolgreich in Betrieb genommen. Das System übernimmt im optischen Netz des Unternehmens die Übermittlung des Live-Datenverkehrs zwischen Paris und Frankfurt/M.
Es ist das erste Mal, dass im Rahmen eines 100G-UHL-Deployments in einem kommerziell genutzten Netz nur ein einziger Kanal genutzt wird.
„Mit der 100G-Übertragung hat Verizon einen Vorsprung, um die wachsende Kundenachfrage nach mehr Bandbreite zu erfüllen“, so Mark Wegleitner, Senior Vice-President of Technology bei Verizon. „Durch Zusammenführung des Datenverkehrs in einer einzigen großen Röhre anstelle von mehreren kleineren profitieren unsere Kunden von mehr Netzkapazität, optimierter Übertragungsqualität und verstärkter Netzeffizienz.“
Sterling Perrin, Senior Analyst bei Heavy Reading, kommentiert: „Unsere Befragung von Netzbetreibern hat einstimmig ergeben, dass eine starke und unmittelbare Nachfrage nach Übertragungen mit 100 Gbit/s besteht. Die Herausforderung für die optische Industrie besteht darin, 100G so schnell wie möglich kommerziell nutzbar und wirtschaftlich lebensfähig zu machen. Die 100G-Live-Verbindung von Verizon ist ein Branchennovum und hat Auswirkungen weit über das Netz von Verizon hinaus. Es ist ein bedeutender Schritt in Richtung 100G-Übertragung in großem Maßstab.“
Verizon nutzt die im Markt erhältliche 100G-Lösung von Nortel zur Übertragung des Private-IP-Live-Datenverkehrs zwischen zwei Kern-Routern von Verizon. Die Strecke von 893 km wird ohne Modifizierung des Systems überwunden. Im Vergleich zur entsprechenden Anzahl von 10G-Verbindungen übermittele Verizon, so ein Firmensprecher, mit der 100G-Ausrüstung den stets mehr werdenden IP-Backbone-Datenverkehr auf wirtschaftliche Weise. |