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Tunesisches Unterseekabel nimmt Betrieb auf (korr.)
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Freitag, 08. Januar 2010
(ws) Tunisie Telecom hat die Installation des ersten Unterseekabels, das sich vollständig in afrikanischem Besitz befindet, abgeschlossen. Damit verschafft der führende tunesische Telekommunikationsanbieter dem Land eine „digitale Unabhängigkeit“ und stellt sich an die Spitze der regionalen IT-Innovation.
Das Kabel verbindet Nordafrika über die Landestation in Sizilien mit dem paneuropäischen Glasfasernetz von Interoute. Es ergänzt die zwei vorhandenen Kabel SEA-ME-WE-4 und Keltra und ermöglicht eine größere Sicherheit und Verfügbarkeit der Internet-Kommunikation zwischen Tunesien und Europa. Mehr als 1 m unter dem Meeresgrund verläuft das 170 km lange Kabel, das mit einem eigens dafür entwickelten Kabelpflug und ferngesteuerten Unterwasserfahrzeugen vergraben wurde. Dafür verbrachten 76 Crew-Mitglieder 68 Tage auf hoher See.
Das Kabel hat eine Übertragungskapazität von 9,6 Tbit/s (drei Faserpaare mit je 80 Wellenlängen zu je 40 Gbit/s) Damit ist es mehr als sieben Mal so leistungsstark wie das SEA-ME-WE-Kabel, das Tunesien bisher versorgt hat. Diese zusätzliche Kapazität steigert Tunesiens IP-Verbindungskapazität, bietet die Gewähr für ein schnelles Wachstum des Breitbandnetzes im gesamten Land und unterstützt bei der Einführung von IP-Diensten in ganz Afrika. Tunesien dient dabei als Internet-Drehscheibe für benachbarte nordafrikanische Länder.
Die Lieferung des tunesischen Kabels ist Interoutes erste Partnerschaft und Netzverbindung nach Nordafrika. Im April letzten Jahres hat Interoute mit seinem Partner Seacom bereits eine Verbindung nach Ostafrika hergestellt. Hier wurde ein 17.000 km langes interkontinentales LWL-Unterwasserkabel mit Interoutes paneuropäischem Next Generation Network verbunden. Ostafrika erhielt damit Zugang zu wichtigen Geschäftsmetropolen in Europa und dem Rest der Welt. |